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Ausbau Reusswehranlage

Der Ausbau der Reusswehranlage umfasst Sohlenabsenkungen oberhalb und unterhalb des Reusswehrs, den Bau einen neuen Seitenwehrs mit hydraulisch angetriebener Stauklappe, den Neubau des Längswehrs sowie eine teilweise Verstärkung des Stirnwehrs.
Neues Seitenwehr
Ein neues Seitenwehr mit einer Durchflussbreite von 12,4 Meter ersetzt das heutige Tafelwehr oberhalb der Spreuerbrücke. Mit der hydraulisch bedienbaren Stauklappe kann der Seestand inskünftig automatisch feinreguliert werden. Die Stauklappe wird in keiner Betriebsstellung über das Niveau des Trenninselbodens hinausragen, und auch der Antrieb der Klappe ist unterirdisch untergebracht.
Sohlenabsenkung
Zur Vergrösserung der Gesamtabflusskapazität wird in der Reuss zwischen Rathausbrücke und Spreuerbrücke die Sohle ausgebaggert und um drei Meter tiefergelegt. Oberhalb der Reusswehranlage werden die Aushubarbeiten bei nie-drigem Seestand mit Baggern von einer schwimmenden Arbeitsplattform aus unter Wasser ausgeführt. Unterhalb der Reusswehranlage können die Aushubarbeiten im seichten Wasser ausgeführt werden. Um die Wassertrübungen flussabwärts zu verringern, werden die Aushubzonen durch provisorische Dämme von geringer Höhe abgeschlossen. So bleibt der Hochwasserschutz auch während der Bauzeit gewährleistet.
Neues Längsnadelwehr
Der schlechte Zustand des Längsnadelwehrs erfordert einen kompletten Neubau dieses Anlagenteils. Die neue Wehrkonstruktion wird einen Meter tiefergelegt und besteht aus fest mit dem neuen Betonfundament verbundenen Stahlböcken und einer Wehrbrücke mit Längsträgern, die als obere Abstützung für das Nadelwehr dienen. Das Wehr besteht aus 3,6 Meter langen Holznadeln. Die Wehrbrücke wird so konstruiert, dass die Nadeln mit Hilfe eines motorisierten Nadelsetzgerätes montiert und entfernt werden können. Die Holznadeln können künftig mit einem Schienenfahrzeug über den Bedienungssteg des Längswehrs zum Stirnwehr transportiert werden. Das Versetzen der Wehrnadeln wird damit einfacher und sicherer. Auf der Trenninsel werden die bestehenden Holzschuppen durch ein neues Betriebsgebäude in Holz ersetzt. Es wird als Einstellraum für das Nadelsetzgerät, als Betriebszentrale für Antriebs- und Steuergeräte und als Mannschaftsraum für das Wehrbedienungspersonal dienen. Auch eine Begrünung der Trenninsel, deren Aussenmauern mit Natursteinen verkleidet werden, ist wieder vorgesehen.
Verstärktes Stirnnadelwehr
Das Stirnwehr bleibt in seiner Lage und Konstruktion und damit im ganzen Erscheinungsbild unverändert. Auf einem Drittel seiner Länge gegen die Flussmitte hin werden lediglich die Stahlrahmen zur Abstützung der Holznadeln verstärkt, damit diese künftig einem höheren Wasserdruck standhalten können. Das Stirnwehr wird nur noch der Grobregulierung dienen, womit sich die Zahl der Reguliereinsätze des Wehrpersonals reduziert. Das Stirnwehr wird wie bisher grösstenteils von Hand bedient werden.
 
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